Home Navigationspfeil Presseberichte

Presseberichte:

Über 20 Nationen feiern ein Fest der Begegnung

Zweibrücken. Das Zweibrücker Begegnungsfest ist weit mehr als die Präsentation von Brauchtum und kulinarischen Spezialitäten. Davon konnten sich am Samstag einmal mehr die Besucher während der siebten Auflage dieser Veranstaltung auf dem Herzogplatz überzeugen.

Oberbürgermeister Kurt Pirmann betonte, dass Zweibrücken eine tolerante und weltoffene Stadt sei, in der Menschen anderer Nationalitäten stets willkommen seien. Jeder von ihnen bringe ein Stück Heimat mit, das sie nun auch anderen zeigen könnten.

Gertrud Schanne-Raab hat das Fest, das alle zwei Jahre stattfindet, federführend für den Arbeitskreis Integration des Kriminalpräventionsrates der Stadt organisiert. Sie freute sich, dass es diesmal gelungen sei, Teilnehmer aus rund 20 Ländern zu gewinnen.

Mit dabei war auch Mitan Chebremeskel aus Eritrea, die bereits seit über 30 Jahren in Zweibrücken lebt. An ihrem Stand gab es Rohrkaffee und ein besonderes Weizenbrot. Direkt daneben servierte Pervin Taze kurdische Speisen und türkischePizza. Die Palette des kulinarischen Angebots reichte von Pirrogen über französische Merguez bis hin zu Paella oder den peruanischen Papas à la huancayo.

Mit von der Partie waren auch die Polizei, die Stadtbüchderei, die Volkshochschule und eine Reihe anderer Organisationen, etwa die Lakota Waldorfschool. Das Bündnis Buntes Zweibrücken und das Stadtjugendamt hatten zudem für die Kinder Mal-Aktionen organisiert. Eröffnet wurde das Fest mit Liedern von der Herzog-Wolfgang-Realschule. Viel Applaus gab es vor allem bei den Auftritten der Sängerin Efe. Nob

Quelle

AusgabeDie Rheinpfalz - Zweibrücker Rundschau - Nr. 121

DatumDonnerstag, den 28. Mai 2015

Seite15

 

 

Violette Grütze und Inka-Kekse

Spezialitäten aus aller Welt wecken beim Begegnungsfest die Neugier auf fremde Kulturen

Von Meike Frank

Internationalität ist am Samstag beim Begegnungsfest auf dem Zweibrücker Herzogplatz das Thema. Von strahlendem Sonnenschein kann man zwar nicht reden, aber das Wetter hält. Und so verweilen viele Passanten vor dem Rathaus und futtern sich durch die kulinarischen Spezialitäten aus aller Welt.

Mazamorra Morada gibt es am lateinamerikanischen Stand. Die peruanische Grütze aus violettem Mais, gekocht mit vielen Früchten, lässt sich wunderbar im Gehen löffeln, während man die Stände betrachtet oder das Programm auf der Bühne verfolgt. Für alle Fälle stehen kleine Schildchen mit Erläuterungen vor den Töpfen. Alfajores de Maicena sind Kekse aus Maismehl, die schon die Inka zubereiteten. „Es geht bei diesem Fest um den persönlichen Kontakt, darum, miteinander etwas zu machen“, sagt Esthela Richter. Deswegen ist der musikalische Beitrag der deutsch-lateinamerikanischen Gruppe zum Programm ein Mitmach-Tanz. „Die Leute hier sind sehr offen und stellen viele Fragen über unser Essen. Sie probieren einfach“, weiß Richter aus Erfahrung.Nebenan rühren Fredy Lim und Litta Krämer eifrig in ihrem Wok. Vor ihnen stehen mehrere Gemüsesorten, schon fertig geschnitten und auf Schälchen verteilt. Sie bereiten Bami Goreng zu, ein indonesisches Gericht aus gebratenen Nudeln.

Ich habe vorhin gezählt, wir haben Vertreter aus mindestens 20 Nationen hier“, sagt Mitorganisatorin Gertrud Schanne-Raab bei der Begrüßung. Zweibrücken müsse sich im Vergleich zu multikulturellen Festen in anderen Städten wirklich nicht schämen. Von den Akteuren seien einige schon seit dem ersten Zweibrücker Begegnungsfest dabei, aber es kämen auch jedes Mal neue hinzu: „Das ist eine bunte Mischung.“

Oberbürgermeister Kurt Pirmann, der Schirmherr der Veranstaltung ist, lobt ausdrücklich die Arbeit des Beirats für Migration und Integration und betont, welch wichtiges Organ der Stadtverwaltung der Beirat darstellt. Er erinnert daran, dass nicht nur die Integration neuer Bürger das Ziel sei. Wichtig sei für jeden auch die Bewahrung der eigenen Kultur. „Jeder, der nicht zu Hause bleibt, ist ein Fremder“, sagt Pirmann.

Zu dem internationalen Fest passt auch die saarländische Abteilung des Esperanto-Bundes. Der Verband kämpft für den Erhalt und die Verbreitung der Kunstsprache Esperanto. „Esperanto wurde vor etwa 125 Jahren erstellt und sollte europäische Volkssprache werden“, erklärt Susanne Maas. Anders als eine natürlich entstandene Sprache wurde Esperanto künstlich entwickelt. Es soll besonders leicht zu lernen sein, etwa durch eine vereinfachte Grammatik. „Mit Englisch hat man Grenzen“, sagt Maas. Auch weil Englisch politisch nicht neutral sei. „Esperanto ist eine erfundene Sprache. Sie ist absolut neutral“, ist sie überzeugt.

Auch die Wahl-Zweibrückerin Natascha Reitler kämpft für eine Idee: Sie informiert über die Lakota-Indianer im Pine-Ridge-Reservat und sammelt Spenden. Die staatliche Förderung und Ausbildung der Indianer sei mangelhaft. „Aber vor zwei Jahren habe ich einen Bericht über die Schweizerin Isabel Stadnick gelesen, die zusammen mit Lakota-Eltern eine Waldorfschule im Reservat gebaut hat. Denn der naturverbundene Ansatz der Waldorfpädagogik entspricht dem Weltbild der Indianer viel mehr als die staatlichen Schulen“, erklärt Reitler.

In Zweibrücken war sie jahrelang als Rocksängerin auf den Bühnen unterwegs. „Dann habe ich mich entschieden, mit 45 Jahren noch Gitarre zu lernen. Ich mache Straßenmusik und sammle dabei für die Lakota.“ Privat spart sie für einen Besuch im Reservat. Zusammen mit Peter Katzschke und Marcel Klein steht sie auch beim Begegnungsfest auf der Bühne, um für ihr Projekt zu kämpfen.

In der Mitte des Herzogplatzes ist für die jüngeren Gäste gesorgt. Junge Ehrenamtliche haben lange Tapetenbahnen ausgelegt, auf denen die kleinen Gäste nach Lust und Laune herumklecksen.

Die Caritas hat einen Barfußpfad aus Holzkisten gebaut, die mit unterschiedlichen Materialien gefüllt sind. Mit nackten Füßen oder in Strümpfen steigen die Kinder über Moos, Watte, Zweige oder Sägespäne. Die Mutigen lassen sich zuvor die Augen verbinden. Denn darum geht es schließlich bei diesem Fest: das Unbekannte auszuprobieren und Erfahrungen gewinnen.

Quelle

AusgabeDie Rheinpfalz - Zweibrücker Rundschau - Nr. 124

DatumMontag, den 1. Juni 2015

Seite18


"Zweibrücken ist bunt - nicht braun" am 19. September 2014:

SZ-20140920-CLOK80_5-S19.pdf

Aktion "Zweibrücken ist bunt, nicht braun"
am 16.03.2013 auf dem Schlossplatz

Große Darstellung

malaktion_590.jpg

 

Gedenkveranstaltung "Nie wieder Faschismus - nie wieder Krieg" am 14.03.2013. "Erklärung des Hallplatzes zur Friedenszone" mit Oberbürgermeister Kurt Pirmann - Pfälz. Merkur 15.03.2013

merkur_2013-03-15.jpg

 

Die Rheinpfalz 15.03.2013 -

friedenszone.jpg

 

Übergabe Unterschriftsliste gegen Neonaziaufmärsche in Zweibrücken
am 20.09.2012 an Oberbürgermeister Kurt Pirmann

uebergabe1_590.jpg

© CMBasic.de